Statusupdate Juni2019 - Veränderungen

Ich werde meinen Job als Servicekraft an den Nagel hängen.

Warum?

1. Weil er mich nicht erfüllt und ich ja letztes Jahr genau deshalb meine langjährige Stelle als Werkstoffprüferin gekündigt habe: um einen Job zu finden, der mich zufriedenstellt.

2. Weil er mich in meiner Autorentätigkeit, trotz Teilzeit, stark einschränkt.

& 3. Weil Meri und ich wegen meinen Spät- und Wochenendschichten weniger Zeit miteinander verbringen können.

Außerdem zieht in 2 Wochen und 2 Tagen unser Welpe bei uns ein und er kann ja nicht so viel alleine bleiben, bzw. am Anfang gar nicht.

Das Ganze kam ins Rollen, als wir ein sehr emotionales Gespräch hatten, weil ich aufgewühlt war und verzweifelt, da ich das Gefühl hatte, keine berufliche Perspektive mehr zu haben. Egal was ich ausprobiere, zur Zeit habe ich einfach das Gefühl, dass es den einen richtigen Job für mich einfach nicht gibt. Das Einzige, was mich seit Jahren ununterbrochen begleitet, ist meine Liebe zum Schreiben. Deshalb sagte ich ihr voller Verbitterung, dass ich es kaum erwarten könnte, bis wir endlich unser Baby hätten und ich in Elternzeit gehen könnte. Einfach damit ich zuhause bleiben, mich um Kind, Hund und Haushalt kümmern und in meiner Freizeit schreiben könnte. Dass genau das momentan mein einziges richtiges Ziel wäre, weil ich einfach nicht weiß, was ich beruflich mit meinem Leben anfangen soll.

Dann hat Meri etwas gesagt, das mich zutiefst berührt und mein Weltbild verändert hat. Sie sagte: "Du brauchst im Leben nicht unbedingt ein Ziel, das mit Karriere zu tun hat. Dein Ziel kann auch sein, einfach glücklich zu werden. Und wenn du als Hausfrau, Mutter und Autorin glücklich bist, dann mach dir das doch einfach als Ziel."

Ich habe mir bisher nie erlaubt so zu denken. Von Kindesbeinen an hieß es zuhause immer, man arbeiten muss, um ein wertvolles Mitglied der Bevölkerung zu sein. Arbeitslose seien - nicht immer - aber oft nur zu faul zum Arbeiten und eine Belastung für alle anderen. Gut, als Hausfrau bekommt man kein Arbeitslosengeld. Man lebt auf Kosten des Ehepartners. Auch nicht so pralle finde ich. Außerdem sind wir sowieso noch gar nicht verheiratet und das fällt damit flach. Und ich möchte auch einfach nicht komplett auf Meris Tasche liegen und komplett abhängig von ihr sein.

Darum haben wir einen Plan ausgeheckt:

Wegen der Blogs bin ich ohnehin schon nebenberuflich selbstständig. Das wird jetzt einfach auf Vollzeit erweitert. Ich suche mir einen Minijob um meine Sozialversicherung, mein Auto und mein Handy finanzieren zu können und arbeite ansonsten von Zuhaue aus, und zwar als Autorin, Ghostwriterin, Lektorin, Übersetzerin und Bloggerin. Neben meinen Blogs habe ich deshalb eine Webseite erstellt, wo ich meine Dienstleistungen anbieten werde, sobald meine Gewerbeummeldung aktiv ist. Verlinken tu ich euch die Seite trotzdem schon mal.

Sobald im Fitnessstudio ein Ersatz für mich gefunden ist, höre ich da auf. Dann habe ich genug Zeit zu schreiben, mich um Bigby und den Haushalt zu kümmern und um für Meri da zu sein.

Ich bin super happy dass ich eine so tolle Verlobte habe, die mir das ermöglicht!❤️ Es ist eine Chance die sich nicht jedem bietet und ich werde mich reinhängen, damit das auch funktioniert. Das heißt dann erstmal auf Kundenfang gehen. Vielleicht kann von euch ja auch jemand eine Textdienstleistung gebrauchen? 😉

 

Oh und was unsere Hochzeitsplanung angeht... Wir warten noch auf die Rückmeldung der Location, die wir gerne fest buchen möchten. Sobald das steht, kann ich euch mehr berichten. 👰👰

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